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Behandlung Nesselsucht (Urtikaria) - Was hilft?

Erhält man die Diagnose Nesselsucht (Urtikaria), wirft das viele Fragen auf. Plötzlich auftretende Quaddeln, Ausschlag, Rötungen und ein oft quälender Juckreiz können den Alltag stark beeinträchtigen. Zum Glück gibt es heute gute Möglichkeiten zur Behandlung von Nesselsucht: Neben der Vermeidung der Auslöser können moderne Medikamente, aber auch Hausmittel die Symptome wirksam kontrollieren und wieder zu einem Leben ohne Einschränkungen verhelfen. Das oberste Ziel der Nesselsucht Behandlung ist die vollständige Symptomkontrolle und Normalisierung der Lebensqualität.1

Erfahren Sie hier, welche Behandlungsmethoden es gibt und was man über die medikamentöse Therapie hinaus tun kann.

1 register.awmf.org/assets/guidelines/013-028l_S3_Klassifikation-Diagnostik-Therapie-Urtikaria_2022-04.pdf - abgerufen am 15.02.2026

Das Wichtigste in Kürze

  • Auslöser vermeiden als Basis: Auslöser  können z.B. Kälte, Stress, Medikamente, Lebensmittel sein, ein Urtikaria-Tagebuch kann hilfreich sein.
  • Stufenweiser Medikamenten-Einsatz: H1-Antihistaminika der 2. Generation (z.B. Bitosen®) sind die erste Wahl. Bei chronischer, unkontrollierter Nesselsucht wird die Therapie durch Omalizumab erweitert.
  • Akutlinderung durch Kühlung: Sofortmaßnahmen wie kühle Kompressen oder Duschen (nicht bei Kälteurtikaria!), juckreizstillende Hautpflege und die Vermeidung von Kratzen können helfen.
  • Stressmanagement ist essentiell: häufig unterschätzter Faktor, insbesondere bei chronischer Nesselsucht, durch Entspannungstechniken (Yoga, Meditation) und einen angepassten Lebensstil reduzieren

Inhalt

→ Nesselsucht(Urtikaria) Behandlung: Wie finde und vermeide ich Auslöser?
→ Welche Medikamente helfen bei der Nesselsucht (Urtikaria) Behandlung? Der Stufenplan nach Leitlinie
→ Nesselsucht (Urtikaria) Behandlung: Welche Hausmittel können schnell helfen?
→ Nesselsucht (Urtikaria) Behandlung: Was tun bei einem akuten Nesselsucht-Schub?
→ Nesselsucht (Urtikaria) Behandlung: Stress reduzieren und Lebensstil anpassen
→ Wie und wo kann Betroffenen von Nesselsucht (Urtikaria) geholfen werden?
→ Häufig gestellte Fragen zur Behandlung von Nesselsucht (Urtikaria)

Nesselsucht (Urtikaria) Behandlung: Wie finde und vermeide ich Auslöser?

Der wohl wichtigste Schritt zur Vorbeugung von Nesselsucht (Urtikaria) ist das Erkennen und Meiden der Auslöser.1 Dabei können die Ursachen der Nesselsucht vielfältig sein – von physikalischen Reizen über Medikamente bis hin zu Stress oder Infektionen.

URTIKARIA -TAGEBUCH

Ein Urtikaria-Fragebogen hilft Ihnen dabei, Auslöser zu erkennen.

Notieren Sie täglich:

Symptome: Wie stark waren Juckreiz und Quaddeln (z.B. auf einer Skala von 0-3)?
Aktivitäten: Was haben Sie getan (Sport, Stress bei der Arbeit)?
Nahrungsmittel: Was haben Sie gegessen und getrunken?
Medikamente: Haben Sie Antihistaminika oder andere Medikamente eingenommen?
Besonderheiten: Gab es einen Infekt? Waren Sie in der Kälte/Sonne?

URTIKARIA-TAGEBUCH [PDF]

Achten Sie auf typische Nesselsucht Auslöser:

Auslöser-Kategorie

Beispiele

Wie vermeiden?

Dauer

Sechs Wochen oder kürzer

Länger als sechs Wochen

Auftreten

Spontan, flüchtig

spontan oder induziert, fast täglich oder wiederkehrend (rezidivierend)

Häufige Auslöser

Infektionen, Medikamente, Nahrungsmittel, oft unbekannt

Oftmals unbekannt

Betroffene

Alle Altersgruppen

Meist mittleres Alter

Stress

Psychischer Stress, Schlafmangel

Entspannungstechniken (Yoga, Meditation), ausreichend Schlaf

So können Sie gemeinsam mit Ihrer Ärztin bzw. Ihrem Arzt Muster erkennen und Ihren persönlichen Auslöser identifizieren.

Mehr erfahren über:
Formen, Symptome & Diagnose Nesselsucht
Ursachen Nesselsucht
Anlaufstellen Nesselsucht

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Welche Medikamente helfen bei der Nesselsucht (Urtikaria) Behandlung? Der Stufenplan nach Leitlinie

Wenn das Meiden von Nesselsucht (Urtikaria) Auslösern nicht ausreicht oder nicht möglich ist, können verschiedene Medikamente zur Nesselsucht Behandlung eingesetzt werden. Die Therapie folgt einem Stufenschema, das an Ihre Symptome angepasst wird. Gemeinsam mit Ihrer Ärztin bzw. Ihrem Arzt finden Sie den besten Weg, damit Sie Ihr Leben wieder ohne Juckreiz und Quaddeln genießen können.

Therapiestufe

Schweregrad

Medikamentöse Behandlung

Stufe 1

leichte akute und chronische Urtikaria (Nesselsucht)

Antihistaminika der 2. Generation (z.B. Bitosen®)
Interne Verlinkung Produktseite

Stufe 2

trotz Antihistaminika anhaltende Symptomatik der chronischen Urtikaria (Nesselsucht)

zusätzlich zum Antihistaminikum Omalizumab (Antikörper)

Stufe 3

trotz Antihistaminika und Omalizumab anhaltende Symptomatik der chronischen Urtikaria (Nesselsucht)

zusätzlich zum Antihistaminikum Ciclosporin A (off-label; Indikation bitte den aktuellen Gebrauchsinformationen entnehmen)

Die Basis für ein Leben mit weniger Symptomen ist die konsequente Einnahme der verordneten Medikamente bei Nesselsucht. Bleiben Sie geduldig und sprechen Sie mit Ihrer Ärztin bzw. Ihrem Arzt, wenn die aktuelle Therapie nicht ausreicht, da es verschiedene effektive Behandlungsstufen gibt.

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Stufe 1: Behandlung Nesselsucht mit modernen Antihistaminika

Die Leitlinie zur Behandlung der Urtikaria empfiehlt H1-Antihistaminika der 2. Generation als Therapie der ersten Wahl für alle Arten von Urtikaria einzusetzen.1

  • Wirkweise: Antihistaminika blockieren die Wirkung des Botenstoffs Histamin. Histamin ist ein körpereigener Botenstoff, der Juckreiz, Rötungen und Quaddeln verursacht.(https://urtikaria-helden.de/medikamente-antihistaminka/) Antihistaminika blockieren die H1-Rezeptoren im Körper, an denen das Histamin andocken würde, und verhindern so dessen Wirkung.
  • Anwendung: Ihr Arzt wird Ihnen in der Regel ein modernes Antihistaminikum der zweiten Generation empfehlen oder verschreiben. Der große Vorteil dieser Tabletten ist, dass sie im Gegensatz zu älteren Präparaten weniger müde machen. 

Die Dauer der Behandlung hängt von der Art, Dauer und dem Verlauf der Beschwerden ab.

Durch den modernen Wirkstoff Bilastin entfaltet Bitosen®* seine Wirkung schnell innerhalb einer Stunde2, die über 24 Stunden anhält. Bilastin ist ein Antihistaminikum der 2. Generation. Anders als die älteren Antihistaminika der 1. Generation gelangt Bilastin nicht ins Gehirn, es macht nachweislich nicht müder.3

* ab 12 Jahren
1 register.awmf.org/assets/guidelines/013-028l_S3_Klassifikation-Diagnostik-Therapie-Urtikaria_2022-04.pdf - abgerufen am 15.02.2026
2 im Vergleich zu Placebo [Church et al. Curr Med Res Opin. 2020;36(3):445-454]
3 nicht-sedierend. Müdigkeit u. Schläfrigkeit vergleichbar häufig wie unter Placebo [Leceta A, et al. Drugs Context. 2021;10:2021-5-1]

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* ab 12 Jahren
1 im Vergleich zu Placebo
2 Church et al. Curr Med Res Opin. 2020;36(3):445-454
3 nicht-sedierend. Müdigkeit u. Schläfrigkeit vergleichbar häufig wie unter Placebo [Leceta A, et al. Drugs Context. 2021;10:2021-5-1]

    Reichen Antihistaminika der 2. Generation nicht aus, um die Symptome einer chronischen Nesselsucht vollständig zu behandeln, empfiehlt die Leitlinie Omalizumab, einen monoklonalen Antikörper.1

    • Wirkweise: Omalizumab ist ein sogenanntes Biologikum. Es ist ein moderner, biotechnologisch hergestellter Wirkstoff, der gezielt im Blut an freies Immunglobulin E (IgE) bindet. Dadurch wird verhindert, dass das IgE an die Rezeptoren der Mastzellen, den zentralen Entzündungszellen bei der Urtikaria, andockt. Die Mastzellen werden stabilisiert, die Ausschüttung von Histamin und anderen Botenstoffen, die Juckreiz und Quaddeln auslösen, reduziert.2
    • Anwendung: Das Medikament wird alle zwei oder vier Wochen von Ihrem Arzt oder Ihnen selbst unter die Haut gespritzt. Es wirkt sehr gezielt und ist bei den meisten Betroffenen mit schwerer chronischer Urtikaria wirksam und verträglich.

    1  register.awmf.org/assets/guidelines/013-028l_S3_Klassifikation-Diagnostik-Therapie-Urtikaria_2022-04.pdf - abgerufen am 15.02.2026
    2 urtikaria-helden.de/medikamente-xolair/ - abgerufen am 15.02.2026

      Sollte Omalizumab bei Patient:innen mit schwerer chronischer Urtikaria nicht den gewünschten Therapieerfolg aufweisen, kann zusätzlich zum Antihistaminikum Ciclosporin A eingesetzt werden (off-label; Indikation bitte den aktuellen Gebrauchsinformationen entnehmen).1

      1  register.awmf.org/assets/guidelines/013-028l_S3_Klassifikation-Diagnostik-Therapie-Urtikaria_2022-04.pdf - abgerufen am 15.01.2026

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      Ursachen Nesselsucht
      Anlaufstellen Nesselsucht

      Nesselsucht Behandlung: Welche Hausmittel können schnell helfen?

      Die meisten Nesselsucht Symptome vergehen innerhalb weniger Tage oder Wochen von selbst oder können mit Medikamenten behandelt werden. Bis die Nesselsucht verschwindet, kann man einiges tun, um den Juckreiz und die Beschwerden zu lindern. Der wichtigste Grundsatz lautet: Versuchen Sie nicht zu kratzen! Kratzen und Reiben schädigen die Haut und können neue Quaddeln provozieren – ein Teufelskreis.1

      Probieren Sie stattdessen:

      Aktive Kühlung als Sofortmaßnahme zur Beruhigung der Haut:1

      Kühle Kompressen: Einen sauberen, kalten Waschlappen auf die juckende Haut legen. Achtung: Nicht bei Kälteurtikaria! Achtung: Nicht bei Kälteurtikaria!

      Kurze, kühle Duschen: Eine schnelle, kühle Dusche kann bei großflächigem Juckreiz am Körper helfen. Achtung: Nicht bei Kälteurtikaria!

      Kühlende Cremes mit Menthol oder Pfefferminz2
       

      Juckreizstillende Hautpflege und Bäder:

      Medizinische Cremes: Tragen Sie juckreizstillende Cremes oder Lotionen nach Anweisung auf.1

      Hafermehl-Bäder: Ein Bad mit kolloidalem Hafermehl (aus der Apotheke oder dem Drogeriemarkt) in lauwarmem Wasser kann die Haut beruhigen. Die im Haferextrakt enthaltenen Avenanthramide sind pflanzliche Wirkstoffe, die Entzündungen hemmen und Juckreiz lindern.3

      Kleidung und weitere praktische Tipps:1

      Locker und atmungsaktiv: Tragen Sie weite Kleidung aus weichen Naturfasern wie 100 % Baumwolle, um Hautreizungen zu minimieren. 

      Sanfte Reinigung: Verwenden Sie ausschließlich milde, parfümfreie Produkte. Wichtig: "Parfümfrei" ist besser als "unparfümiert", da letzteres überdeckte Duftstoffe enthalten kann, die die Haut reizen. Tragen Sie Reinigungsprodukte sanft mit den Händen auf und vermeiden Sie Reibung durch Waschlappen oder Schwämme. Fingernägel kurz halten: Kurze Nägel verhindern Hautverletzungen und Infektionen beim unbewussten Kratzen (z.B. im Schlaf).
       

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      1 aad.org/public/diseases/a-z/hives-self-care - abgerufen am 15.01.2026
      2 barmer.de/gesundheit-verstehen/wissen/krankheiten-a-z/juckreiz-1057156 - abgerufen am 15.01.2026
      3 ptaheute.de/aktuelles/2025/07/28/was-hat-hafer-mit-medizinischer-hautpflege-zu-tun - abgerufen am 15.01.2026

      Nesselsucht Behandlung: Was tun bei einem akuten Nesselsucht-Schub?

      Kommt es zu einem akuten Nesselsucht-Schub, können diese Maßnahmen helfen: 

      • Kühlung gegen Juckreiz:1 Kühle Umschläge, lauwarme Dusche oder Kühlpads (in ein Tuch gewickelt) können die Gefäße verengen und Schwellungen lindern. Achtung: Nicht bei Kälteurtikaria!
      • Nicht kratzen: Kratzen schädigt die Haut und setzt mehr Histamin frei – ein Teufelskreis.
      • Medikamente wie Antihistaminika gegen die Quaddeln und Juckreiz 

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      1 aad.org/public/diseases/a-z/hives-self-care - abgerufen am 15.01.2026

      Nesselsucht Behandlung: Stress reduzieren und Lebensstil anpassen

      Vermeiden Sie Stress, er ist ein oft unterschätzter Faktor für Nesselsucht.1 Stress wird vor allem mit der chronisch spontanen Urtikaria in Verbindung gebracht.1 Stressmanagement sollte keine Nebensache, sondern ein zentraler Therapiebaustein sein. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, Stressmanagement anzugehen und seinen Lebensstil anzupassen.

      Aktives Stressmanagement durch Entspannungstechniken:

      • Yoga
      • Meditation
      • Autogenes Training

      Aktives Stressmanagement durch Achtsamkeit im Alltag:

      • Erkennen Sie Stressfaktoren und planen Sie bewusst Pausen ein
      • Ausreichend Schlaf und regelmäßige Bewegung können Stress reduzieren

      Digitale Helfer können Sie bei der Stressbewältigung unterstützen. Hier ein Überblick über empfehlenswerte Apps:

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      1 urtikaria-helden.de/urtikaria-stress/ - abgerufen am 15.01.2026

      Wie und wo kann Betroffenen von Nesselsucht geholfen werden?

      Neben der Apotheke und der Arztpraxis sind wichtige Anlaufstellen für Betroffene von Nesselsucht, Spezialzentren, Netzwerke und Patientenorganisationen.

      Expertenzentren in Deutschland: Expertenzentren sind vor allem an Universitätskliniken angesiedelt:

      • Charité - Universitätsmedizin Berlin
      • Elbe Klinikum Buxtehude
      • Goethe-Universität Frankfurt am Main
      • Klinikum der LMU München
      • Universitätsklinikum Mannheim
      • Universitätsklinikum Carl Gustav Carus Dresden
      • Universitätsklinikum Essen
      • Universitätsklinikum Gießen und Marburg
      • Universitätsklinikum Göttingen
      • Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE)
      • Universitätsklinikum Jena
      • Uniklinikum Erlangen

      In besonders schweren Fällen können Sie spezialisierte Urtikaria-Referenz- und Exzellenzzentren (UCAREs) aufsuchen. Auf UCARE4U finden Sie Expertenzentren des weltweiten UCARE-Netzwerkes in Ihrer Nähe.

      Netzwerke und Informationen: Hilfe und Informationen direkt von ärztlichen Expertinnen und Experten finden Sie beim Urtikaria-Netzwerk e.V. (UNEV) auf urtikaria.net.

      Patientenorganisationen: Patientenorganisationen bieten die Möglichkeit, sich mit anderen Betroffenen zu vernetzen und auszutauschen:

      • Urtikaria-Helden
      • DAAB (Deutscher Allergie- und Asthmabund)
      • Die Urtikarianer – Das Bündnis der Selbsthilfe

      Auf UCARE4U finden Sie zudem weitere Patientenorganisationen auf der ganzen Welt.

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      1 urtikaria-helden.de/urtikaria-stress/ - abgerufen am 15.01.2026

      Häufig gestellte Fragen zur Behandlung von Nesselsucht (Urtikaria)

        Die wichtigste Sofortmaßnahme gegen Juckreiz ist Kühlung, zum Beispiel durch kühle Kompressen oder eine kühle Dusche. Vermeiden Sie Kratzen, da dies die Haut schädigt und neue Quaddeln hervorrufen kann. Antihistaminika der 2. Generation können die Symptome schnell lindern.

          Aktives Kühlen der Haut, durch kühle Kompressen oder eine kurze, kühle Dusche (nicht bei Kälteurtikaria) können den Juckreiz lindern. Juckreizstillende Cremes oder Lotionen sowie Bäder mit kolloidalem Hafermehl in lauwarmem Wasser können die Haut beruhigen. Für eine nachhaltige Linderung werden moderne H1-Antihistaminika der 2. Generation eingesetzt, da diese Tabletten den Botenstoff Histamin blockieren.

            Oberste Ziel der Behandlung der Nesselsucht ist die vollständige Kontrolle der Symptome. Ein Urtikaria-Tagebuch hilft, gemeinsam mit dem Arzt/der Ärztin Auslöser zu identifizieren und zu meiden. Wenn das nicht ausreicht, stehen je nach Symptomschwere verschiedene Medikamente zur Verfügung.

              Als Therapie der ersten Wahl empfiehlt die Leitlinie zur Behandlung der Urtikaria moderne orale H1-Antihistaminika der 2. Generation. Diese Tabletten blockieren den körpereigenen Botenstoff Histamin, der Juckreiz und Quaddeln verursacht. Ein großer Vorteil: sie machen im Gegensatz zu älteren Präparaten weniger müde.

                Je nach Symptomschwere können verschiedene Medikamente eingesetzt werden. Erste Wahl in der Behandlung der akuten und chronischen Nesselsucht sind moderne Antihistaminika der 2. Generation. Wenn diese nicht ausreichen, kann bei der chronischen Nesselsucht der monoklonale Antikörper Omalizumab eingesetzt werden. Welches Medikament am besten wirkt, ist individuell und von der Symptomschwere abhängig.

                  Sie können ärztlich empfohlene, juckreizstillende Cremes oder kühlende Cremes mit Menthol oder Pfefferminz anwenden. Zusätzlich sollten Sie Ihre Hautbarriere durch eine sanfte Pflege mit pH-hautneutralen, unparfümierten Waschlotionen und rückfettenden Cremes ohne reizende Zusatzstoffe unterstützen. Begleitend kann auch eine medikamentöse Therapie sinnvoll sein. 

                    Sie können selbst viel zur Linderung der Beschwerden beitragen: Auslöser konsequent meiden, Hausmittel wie kühlende oder juckreizstillende Bäder anwenden und Stress managen. Insbesondere bei chronischen Beschwerden ist eine ärztliche Begleitung der medikamentösen Therapie erforderlich, wobei diese bei unzureichender Wirkung angepasst werden muss.

                      Reichen Antihistaminika der 2. Generation nicht aus (Stufe 1), kann in Stufe 2 der monoklonale Antikörper Omalizumab ergänzt werden. Zeigt auch das keinen ausreichenden Therapieerfolg zeigen (Stufe 3), können nach ärztlicher Rücksprache weitere Medikamente, wie z.B. Immunsuppressiva eingesetzt werden. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt/Ihrer Ärztin, wenn die aktuelle Therapie nicht ausreicht.

                        Kühle Kompressen oder kurze, kühle Duschen helfen gegen den Juckreiz, Vorsicht  bei einer Kälteurtikaria. Bäder mit kolloidalem Hafermehl in lauwarmem Wasser können die Haut beruhigen und Entzündungen hemmen. Tragen Sie z.B.  weite Kleidung aus weichen Naturfasern und halten Sie die Fingernägel kurz, um Hautreizungen zu minimieren.

                          Meist klingt eine akute Urtikaria von allein wieder ab. Begleitende Angioödeme (Schwellungen) im Rachen- oder Zungenbereich können lebensbedrohlich sein, da diese die Atemwege blockieren. In Ausnahmefällen ist sogar ein anaphylaktischer Schock möglich, der sofortige notärztliche Hilfe erfordert. Bei einer chronischen Urtikaria steht die massive und zermürbende Einschränkung der Lebensqualität im Vordergrund. Der wochen- oder monatelang anhaltende, quälende Juckreiz führt häufig zu schweren Schlafstörungen sowie erheblichem psychischem Stress, der sich in Angstzuständen oder Depressionen äußern kann.

                            Wenn die Symptome der Nesselsucht immer wieder auftreten, oder länger als 6 Wochen anhalten, sprechen Sie mit einem Arzt/einer Ärztin.  Ein Urtikaria-Tagebuch kann helfen, Trigger wie bestimmte NSAR-Schmerzmittel oder Lebensmittel zu erkennen und zu meiden. Wichtig ist auch die konsequente Einnahme verordneter Medikamente.

                              Nein, Sie können niemanden mit Nesselsucht anstecken, und Sie können sich auch nicht bei jemandem anstecken, der sie hat. Nesselsucht ist keine Infektionskrankheit, die durch Viren, Bakterien oder Pilze verursacht wird, die von Mensch zu Mensch übertragen werden. Nesselsucht ist eine Reaktion des körpereigenen Immunsystems, bei der bestimmte Zellen in Ihrer Haut (sogenannte Mastzellen) übermäßig den Botenstoff Histamin ausschütten und zu den typischen Symptomen führen.

                                Die akute Nesselsucht ist oft harmlos und geht von selbst. Sie sollten einen Arzt aufsuchen, wenn die Beschwerden länger als sechs Wochen anhalten, Atemnot, Schluckbeschwerden, Schwindel oder Schwellungen (Angioödeme) an der Zunge oder im Hals auftreten. Auch wenn die Quaddeln schmerzen, länger als 24 Stunden an einer Stelle bleiben oder Ihre Lebensqualität stark beeinträchtigen, ist eine ärztliche Abklärung ratsam.

                                  Lebensmittel, die aufgrund einer Allergie Urtikaria Sympome auslösen, sollten gemieden werden. Histaminreiche Lebensmittel wie alter Käse, Salami, Rotwein, Tomaten oder Erdbeeren können Nesselsucht verschlimmern. Führen Sie ein Ernährungstagebuch, um individuelle Trigger zu identifizieren.

                                  Nesselsucht satt? Holen Sie sich Ihren Tag zurück.

                                  DANK BITOSEN®* NESSELSUCHT BESSER IM GRIFF1

                                  • Schnelle2 Erleichterung für 24 Stunden
                                  • Macht nicht müde3
                                  • Auch als praktische Schmelztablette
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                                  * ab 12 Jahren
                                  1 im Vergleich zu Placebo
                                  2 Church et al. Curr Med Res Opin. 2020;36(3):445-454
                                  3 nicht-sedierend. Müdigkeit u. Schläfrigkeit vergleichbar häufig wie unter Placebo [Leceta A, et al. Drugs Context. 2021;10:2021-5-1]

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